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Alle Teile der Pflanze (Stamm, Blätter und Früchte) enthalten einen Milchsaft, der sehr reich an
Papain, einem eiweißspaltenden Enzym, ist. Zur Gewinnung dieser wertvollen Substanz wird die noch grüne Schale der schon ausgewachsenen Früchte oder die Rinde des Baumes mit Rasiermessern ca. 2 mm tief angeritzt ( acht
bis zwölfmal in Abständen von 4 bis 7 Tagen) und der auslaufende Milchsaft mit untergespannten Tüchern oder Folien aufgefangen und danach meist getrocknet und in Pulver (Rohpapain) umgearbeitet. Ein Baum liefert bis zu
500 g Papain \ Jahr. Papain findet in der Medizin, als Gerbmittel, als Weichmacher für Fleisch, als Zahnreinignungsmittel, in der Kaugummifabrikation, in der Textilindustrie und in vielen anderen Bereichen
Verwendung. Die Papaya ist wegen ihres Nährwertes und wegen ihrer vorbeugenden Wirkung und heilenden Kraft bei vielen Krankheiten eines der besten Nahrungsmittel der Welt. Papaya wirkt entgiftend auf den
Organismus bei toxischen Störungen. Papain ist als Verdauungsmittel dem Pepsin sehr ähnlich, soll jedoch wesentlich wirksamer sein. Laut wissenschaftlichen Untersuchungen vernichtet diese Enzym totes Zellgewebe, hat
aber auf lebendes Zellgewebe nur gesunde Auswirkungen. Das Fruchtfleisch ist reich an Kohlenhydraten, Vitamin C und Provitamin A und weist eine interessante Zusammensetzung an Mineralstoffen auf. In den Tropen gelten
Papayas als beliebtes Frühstücksobst. Für den Frischverzehr schneidet man die Früchte der Länge nach auf, entfernt die Samen, beträufelt die Fruchthälften mit Zitronen- oder Limettensaft und löffelt das Fruchtfleisch
aus. Papayas eignen sich außerdem gut für Obstsalate, Mixgetränke und vieles mehr. Früchte, die noch nicht ganz reif sind, können als Gemüse zubereitet werden.
Noch grüne Früchte eignen sich auch zur Konservierung und zum Kandieren. Inhaltsstoffe des Fruchtfleisches:
88% Wasser, 2,4% Zucker, 0,5% Eiweiß, 1,9% Ballaststoffe, 0,56mg% Provitamin A und 82mg% Vitamin C. |