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Die Papaya gehört zur Familie der Melonenbaumgewächse - Caricaceae. Zu dieser Familie gehören außer
Carica papaya noch weitere Arten; teilweise auch mit eßbaren Früchten (z.B. Carica candicans). "Die Papaya ist eine schnell wachsende, monopodiale, weitgehend unverholzte, mehrjährige, krautige
Pflanze, die weder den Bäumen, noch Sträuchern oder Stauden zugeordnet werden kann" (daher bleibt nur die Bezeichnung "baumförmiges Kraut" übrig). Der Stamm der Papaya, der im Inneren hohl ist, erreicht eine Höhe von
bis zu 10 Metern und hat ein schwammiges Gerüst. Die bis zu 100 cm breiten - spiralig angeordneten - Blätter sind lang gestielt, haben eine tief geteilte, handförmige Spreite und bilden am Ende des Stammes einen
schirmförmigen Schopf. Bei ungestörtem Wachstum kann man mit wöchentlich zwei Blättern und zwei Blütenständen rechnen. Bereits nach sechs bis sieben Monaten sterben die Blätter wieder ab und hinterlassen am Stamm tiefe
dreieckige Narben. Die neuen Blätter erscheinen dann höher, wodurch der schlanke 'Baum' bis auf den oberen Blattschopf kahl wirkt. Ältere Pflanzen können sich auch verzweigen.
Das Wurzelsystem der Papayapflanzen wird von einer kurzen Pfahlwurzel bestimmt. Blütenbiologisch kann man bei der Papaya zahlreiche Besonderheiten entdecken. Überwiegend kommen zweihäusige
(diözische) Formen vor, d.h. männliche und weibliche Blüten wachsen auf verschiedenen Bäumen. Sie tragen in den Blütenachseln entweder einen kurzstieligen und gabelig verzweigten, weiblichen oder einen langstieligen,
überhängenden männlichen Blütenstand (Trugdolden). Die männlichen Bäume tragen verwachsenblätterige, schmal trichterförmige Röhrenblüten von 25-40 mm Länge. Bei den weiblichen Bäumen sind die etwas größeren, gelbweißen
Blüten am oberen Ende des - aus drei bis fünf Fruchtblättern gebildeten - Fruchtknotens mit verbreiterten, strahlenförmig ausgebreiteten, geweihartig verzweigten Narben versehen. Neben der Terminalblüte haben weibliche
Blüten meistens noch zwei seitlich angeordnete Blüten, die in der Regel wenige Wochen nach der Befruchtung abgestoßen werden. Aus den rudimentären Fruchtknoten der männlichen Blüten können sich aber ebenfalls kleine,
flaschenförmige - an bis zu 1 m langen Stielen - , jedoch minderwertige Früchte entwickeln. Es kommen aber auch zwittrige Pflanzen vor. Blühender weiblicher PapayabaumDie Geschlechtseigenschaften lassen sich erst 4 bis 8 Monate nach dem Pflanzen - bei der ersten Blüte -
feststellen. Da auf fünfundzwanzig weibliche Bäume nur ein männlicher Baum zur Befruchtung nötig ist, setzt man pro Pflanzstelle 3 bis 5 Pflanzen. Alle männlichen Pflanzen, bis auf eine, werden nach der Feststellung des
Geschlechts entfernt. Die gelblich-weißen mit Flaum besetzten Blüten erscheinen das ganze Jahr hindurch.
Die Bestäubung erfolgt durch den Wind oder durch Insekten. Nur bei zwittrigen Sorten kann eine Selbstbefruchtung auftreten. Botanisch gesehen sind die langgestreckten birnen- oder kegelförmigen, aber auch
runden, kopfgroßen Früchte Beeren. Sie sind dicht gedrängt am Stamm angeordnet und wachsen in ca. 5 bis 6 Monaten heran. Um den Stiel sind sie nicht glatt, sondern das Fruchtfleisch springt in fünf Winkeln vor und formt
anschließend eine Rundung. Die dünne, glatte, grüne Lederhaut (Exokarp) der Früchte färbt sich mit zunehmender Reife gelb bis orange. Das Fruchtfleisch von Papayas ist zur Reifezeit weißlich bis dunkelgelb, orange- oder
lachsfarben. In der Fruchthöhle befinden sich bis zu 700 wandständige, pfefferkornartige, schwarzgraue Samen mit einer gelatineartigen äußeren Samenschale (Sarkotesta).
Längsschnitt durch eine reife PapayafruchtDie Fruchtmasse einer weiblichen Frucht kann 5 bis 10 kg erreichen. Die Fruchtmasse einer zwittrigen Frucht beträgt
lediglich 200-600 g; daher sind nur sie im internationalen Fruchthandel von Bedeutung. Die weiblichen Früchte werden nur für den lokalen Bedarf und die industrielle Verwertung genutzt. Sorten
Solo
ist heutzutage die wichtigste Sorte im Welthandel. Die weiblichen Früchte dieser Sorte sehen wie andere weibliche Früchte aus, haben aber das gleiche vorzügliche Aroma wie zwittrige Früchte. Erfolgreiche Abkömmlinge von
Solo sind Puna (die wichtigste Sorte auf Hawaii), Sunrise, Papino und Castanhal para. Hortus Gold ist eine weitere ausgezeichnete südafrikanische Sorte.
Hortus Gold ist sehr variabel, da die Blüten bestäubt werden müssen. Dr. Peter Allen's Honeygold wird vegetativ vermehrt und deshalb Hortus Gold
vorgezogen. Diese Sorte ist auch gut für kühlere Klimazonen geeignet. Betty
ist eine Zwergbauform aus Florida. Auch sie zählt zu den wohlschmeckenden Sorten, hat aber in Florida unter Virusinfektionen zu leiden, was den Anbau sehr beschränkt. Graham
ist die beste Sorte im Rio Grande Tal in Texas. Sie bringt kleine bis mittelgroße Früchte von vorzüglichem Geschmack hervor. Bluestern
trägt 2 - 4 kg schwere Papayas mit ausgezeichnetem Aroma. Sie wird in Florida und in Brasilien angebaut. Red Panama
ist eine andere berühmte Sorte. Sie hat gelbes bis lachsfarbenes Fruchtfleisch. Die vielen anderen Sorten dienen nur dem lokalen Verbrauch, da sie für den Export zu großfrüchtig sind.
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